Das französische Genevois: ein Gebiet der Herausforderungen:
Teils wegen seiner Nähe zu Genf verzeichnet unser Gebiet ein sehr starkes demographisches Wachstum. Eine übermäßige Verschwendung des Bodens wie eine unkontrollierte Städtebauentwicklung können landwirtschaftliche Aktivitäten gefährden, wie auch die Landschaftsgebiete und schließlich seine Attraktivität.
Aus diesem Grunde haben sich die Gemeindevertreter der Communauté de Communes des Genevois im Jahre 2002 entschlossen, die Entwicklung unseres Gebietes mit Hilfe eines Entwicklungsleitplanes « SCOT=Plan für eine kohärenten Gebietsentwicklung » zu kontrollieren.
In diesem Dokument werden die Orientierungen und die Strategie für die kommenden 15 Jahre der verschiedensten Gebiete festgehalten, wie etwa dem Transport, der Wohnungspolitik, der Landwirtschaft… usw.
Die 17 Gemeinden der CCG erarbeiten daraufhin ihren lokalen Bebauungsplan (PLU) der mit dem SCOT in Kohärenz stehen muss. Dabei ist auf die starke Verknüpfung dieser beiden Dokumente im territorialen Maßstab hinzuweisen.
Einige Themen, um die Probleme die im SCOT zu lösen waren aufzuzeigen:
- Organisierung des Gebietes. Die Erstellung einer Rangordnung zwischen Stadt, Ort und Dorf erlaubte eine Einstufung der Bedürfnisse bezüglich Ausstattung und Diensten für die einzelnen Gemeinden. Die Verkehrsverknüpfung wie auch die Verteilung des Wohnraums ist mit dieser Ordnung organisiert.
- Optimierung des Personentransportes. Die starke Konzentration der Bevölkerung an strategischen Plätzen veranlasste dazu, dem öffentlichen Verkehr den Vorrang zu geben und zwar im Besonderen einem « Multimodalen Transportsystem ».
- Herausstellung der Vorzüge des Gebietes: Dank der dynamischen Zusammenarbeit der Gemeinden, wie der Attraktivität des Projektes « Südportal von Genf », wurden große Pläne geschmiedet. Dabei konnte in dem Plan die Schaffung von 3000 neuen Arbeitsplätzen innerhalb von 15 Jahren verankert werden.
- Den Fortbestand der Landwirtschaft absichern: durch den Schutz der bewirtschafteten Landflächen sowie einer Einschränkung in ländlichen Zonen zu bauen.
- Aufwertung seiner Umgebung: der Plan schützt unsere Natur- oder Stadtlandschaft. Mit der Schaffung eines grenzübergreifenden Flussvertrages wird die Qualität unserer Wasserläufe direkt überwacht. (möglichst geringste Verschmutzung)
- Entwicklung eines Naherholungs-Tourismus, um das Kultur- und Naturerbe der Gebirgsmassive Salève und Vuache aufzuwerten.
- Im Einklang mit unseren Nachbarn leben: Dank einer Gemeinschaftsentwicklung mit Genf möchte unser Gebiet seine Aktivitäten verstärken, um schließlich ein ausgeglichener Pol des Ballungsraumes zu werden. Das Gebiet zwischen St. Julien, Neydens und Archamps mit seinen großen Projekten wird unsere Abhängigkeit gegenüber Genf verringern. Ebenso gibt es eine Anzahl von partnerschaftlichen Entwicklungsprojekten mit dem Ballungsraum Annemasse, dem Pay de Gex und Cruseilles.
Fazit: Der Leitplan ist für sich nicht das Endergebnis. Sondern, damit er funktionell wird, werden weitere Werkzeuge unterstützend benötigt. Der lokale Wohnungsbauplan oder eine öffentliche Einrichtung zur Finanzierung des Grundstückserwerbes wie auch das Konzept zum Südportal von Genf bilden zusammen günstige Voraussetzungen zu einer ausgeglichenen und kontrollierten Entwicklung.